Im letzten Jahr drehe sich im Naturlehrgebiet vieles um die Wildbienen: Ein neuer Erlebnispfad, die Projektwoche, öffentliche Anlässe usw. Auch machte letzten Sommer der Begriff des "Insektensterbens" die Runde - welches vielfach schlicht bezweifelt wird. Eine neue Studie aus Deutschland stellt jedoch drastische Rückgänge fest. Die Bestände der Insekten sind in den letzten Jahren um 80 % zurück gegangen! Diese Zahlen sind sehr erschreckend und der Schwund der Sechsbeiner ist auch in der Schweiz festzustellen!

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.” Dieses bekannte Zitat von Albert Einstein verdeutlicht, wie wichtig Wild-, Honigbienen und andere Insekten für unsere Nahrungsgrundlage sind. Wildbienen leisten durch ihre Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen einen unverzichtbaren Beitrag, den Honigbienen nicht allein erbringen können, denn rund 80% der Blütenpflanzen sind auf Insektenbestäubung angewiesen! Studien belegen, dass 600 Mauerbienen einen Hektar Obstbäume bestäuben. Für die gleiche Leistung braucht es 120'000 Honigbienen! Auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen und besuchen durchschnittlich 5000 verschiedene Blüten pro Tag! Eine Hummelkönigin schafft es also durchaus einen ganzen Apfelbaum alleine zu bestäuben.

Schon mit kleinen Massnahmen kann man Wildbienen wirkungsvoll helfen. Nicht die Insektenhotels sind die Lösung, denn den Wildbienen fehlt es viel mehr an Lebensräumen. Mit einheimischen Pflanzen im Garten bietet man auch den einheimischen Insekten eine grosse Palette an Nahrung an, die sie sofort annehmen. Besonders wichtig sind für die Wildbienen die verschiedenen einheimischen Glockenblumenarten. Wer die Möglichkeit hat statt englischem Rasen eine Blumenwiese anzupflanzen, der wird sich nicht nur an den vielen Blüten freuen können, sondern auch an einer grossen Vielfalt von Wildbienen. Eine weitere Fördermöglichkeit ist es offene Sandfächen zu schaffen, denn der grösste Teil der Wildbienenweibchen graben dort ihre Niströhren.

Damit der Betrieb im NLGB möglich ist und bleibt, haben auch im 2017 wieder viele Sponsoren, Gönner, Schulklassen, Mitarbeitende, Helfer, Fachleute usw. mit Spenden, Tipps und fleissigem Anpacken beigetragen. Herzlichen Dank an alle!

Jahresbericht Naturlehrgebiet 2017

 

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Agenda

14.07.- 21.07.18  WWF- Lager im Naturlehrgebiet

Leitung: Corina Achermann, WWF Schweiz


Sa. 11.08.18 Familienexkursion Amphibien

Stefanie Pfefferli, Betreuerin Naturlehrgebiet & BirdLife Luzern

Zeit: 9:30- 12:15 Uhr

Für die Anmeldung: www.birdlife-luzern.ch/veranstaltungen


Sa. 25.08.18 Wasserschnecken entdecken

Katja Lassauer, Schneckenexpertin

Zeit: 14:00 – 16:30 Uhr


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