Zwischen dem 9.5. und dem 8.6. fand im Naturlehrgebiet zusammen mit BirdLife Luzern ein Reptilien Kurs für Interessierte statt. Herpetologe Urs Jost führte mit seinem Fachwissen durch zwei Theorieabende und zwei Exkursionen. Die Teilnehmenden lernten die einheimischen Eidechsen, Schildkröten und Schlangen der Schweiz kennen.  In diesem Kurs wurde eine Einführung in die Bestimmung der Reptilienarten der Schweiz vermittelt. Zudem wurden charakteristische Lebensräume besucht und es gab Einblicke in die Biologie der Reptilien.

8.6.19 Aspisviper am Lopper

Auf der ersten Exkursion im Naturlehrgebiet wurden viele Zauneidechsen gesichtet! Männchen, Weibchen und Jungtiere liessen sich aus nächster Nähe bestimmen. Auch mehrere jagende Ringelnattern wurden am Grundwasserteich beobachtet.

Beiden Geschlechtern der Zauneidechse gemeinsam sind die hellen Rückenstreifen, die Augenflecken an den Flanken und die braune Grundfarbe. 

Bild: Dennis Röseler

Das Männchen der Zauneidechse zeigt besonders während der Fortpflanzungszeit leuchtend grüne Flanken und eine grüne Kehle.

Bild: Dennis Röseler

Eine Ringelnatter auf der Jagd!

Bild: Dennis Röseler

An warmen Tagen sind sie auch in schattigen Gewässern anzutreffen.

Bild: Dennis Röseler

Die runden Pupillen sind von nahem gut zu sehen!

Die zweite Exkursion fand am Lopper statt. Neben unzähligen Mauereidechsen wurden auch die grossen, farbenprächtigen und sehr scheuen Smaragdeidechsen gesichtet. Der Höhepunkt des Tages war eine junge, männliche Aspisviper. Merkmale wie die kleinen Kopfschilder, die aufgeworfene Schnauze, die gekielten Schuppen oder die schlitzförmigen Pupillen sind Merkmale der  Giftschlange.  Während der Mittagspause und auf dem Rückweg wurden insgesamt sieben Würfelnattern gezählt. Die fischfressende Natter hielt sich zwischen den Steinen in Wassernähe auf. Gut versteckt zwischen den Felsbrocken konnte sogar eine Paarung beobachtet werden!

Mauereidechsen, Podarcis muralis, werden meist nicht länger als 20 cm, wobei der Schwanz ungefähr doppelt so lange wie der Körper ist.

Mauereidechse frisst Jungtier! (Schwanz ist noch zu sehen)

Die beiden Giftschlangenarten der Schweiz, lassen sich nur aufgrund weniger, schlecht sichtbarer Merkmale sicher von ungiftigen Arten unterscheiden.

Beide Arten bleiben aber klein und werden im Gegensatz zu vielen harmlosen Nattern selten mehr als 70 cm lang. Die Männchen werden allgemein etwas länger und bleiben schlanker als die Weibchen. Hier ist ein junges Männchen der Aspisviper zu sehen.

Der typische Lebensraum.

Urs Jost zeigt die Merkmale.

Die Würfelnatter gehört zusammen mit der Ringelnatter und der Vipernatter zu den Wassernattern.

Sie ist leicht an ihrer markanten Kopfform sowie den leicht nach oben gerichteten Augen zu erkennen. Die runde Pupille verrät uns, dass es sich hierbei um eine ungiftige, völlig harmlose Schlange handelt.

Ihre Grundfärbung variiert stark, wobei graue und beige Töne überwiegen. Es kommen aber auch rötliche, gelbliche oder völlig schwarze Tiere vor.

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