Sobald die Sonne scheint ist im Sandbiotop allerhand los! Schon Ende März fangen die Sandbienen an ihre Bruthöhlen in den Sand zu graben. Die Sandbienenweibchen sind äusserst emsige Tiere, die ganze Zeit entweder mit Graben oder mit Pollen einbringen beschäftigt!

Ihre Höhlen bestehen aus verschiedenen Brutkammern, die je ein Ei enthalten, welches die Wildbiene mit einem Pollen-Nektar Kuchen vorbereiten. Doch überall lauern Gefahren. Parasitisch lebende Kuckucksbienen warten nur darauf ihre Eier in die Bruthöhlen der Sandbienen zu platzieren. Im Naturlehrgebiet lassen sich die Sandbienen aus nächster Nähe vom Holzsteg beobachten! 

Das Weibchen der Weiden-Sandbiene gräbt nach der Paarung ein Loch in den sandigen Boden. Der gegrabene Gang ist 25–60 Zentimeter tief! An geeigneten Stellen bilden die Tiere Kolonien mit bis zu mehrere Tausend Individuen in denen allerdings jedes Weibchen ihr eigenes Nest gräbt.

Die Eier werden abgelegt und das Weibchen kommt aus dem Gang. Bei jedem Verlassen des Nestes wird der Eingang mit Sand zugeschüttet!

Nun werden Pollen an den Weiden gesammelt! Man zählt die Sandbienen zu den Beinsammlern, weil sie den Pollen mit verzweigten Haaren an ihren Hinterbeinen transportieren.

Ein Klumpen aus Pollen, vermischt mit Nektar, wird in die Brutkammer eingetragen und ein Ei darauf gelegt. Die Zelle wird anschliessend mit Sand verschlossen und der Bau einer weiteren Zelle beginnt. Im April oder Mai wird das Nest endgültig vollendet und das Weibchen stirbt.

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