Unsere Fortfahren nutzten Pflanzen, um ihre Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Unzählige Pflanzen wurden genutzt, getrocknet, gekocht und gegessen. Viele dieser Heilpflanzen wachsen direkt vor unserer Haustür  und werden von uns kaum wahrgenommen. Der Kriechende Günsel, der im Frühling in fast jedem Garten  mit seinen violetten Blütenständen die Aufmerksamkeit auf sich lockt, ist eine solche Heilpflanze. Getrocknet  hilft die Pflanze als Tee bei entzündetem Rachen/Hals, Gastritis, Sodbrennen und Einschlafproblemen. Seine Wirkung gilt als entzündungshemmend, antibakteriell und beruhigend. In der Volksheilkunde wird er unter anderem auch bei Rheuma und Gicht empfohlen. Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen über die Heilkräfte und die Zubereitung der Pflanzen ging aber durch die Nutzung von industriellen Medikamenten in Vergessenheit.


Die Pflanzenwelt ist auch in der Mythologie tief verwurzelt. Schon seit Urzeiten versucht der Mensch sich seine Umwelt mittels Geschichten und Mythen zu erklären. Wie sonst sind die unbeschreibliche Schönheit der Blumen, der Wechsel der Jahreszeiten oder der Tod und Wiederkehr der Pflanzen zu begreifen? Mythologische Figuren und um sie herum gesponnene Geschichten eignen sich dafür hervorragend.


Mit solchen Geschichten lassen sich auch oft die Namen der Pflanzen erklären, z. B. das weiss blühende Berufkraut. Als Berufkraut werden Pflanzen bezeichnet, die gegen das Berufen schützt oder deren schädliche Wirkung aufhebt. Das Berufen, auch Beschreien, Bereden oder Behexen genannt, ist eine Form des Wortzaubers, die Mensch, Tier, Pflanze und unbelebten Gegenstand gleichermassen treffen kann. Zum Schutz gegen den böswilligen Zauber wurden die Berufkräuter verwendet. Betroffene Menschen wurden mit einem Sud der Pflanzen gewaschen und so geheilt. Oft trugen die Leute auch einen Zweig der Pflanze bei sich, oder hängten die Kräuter als Büschel im Stall und Haus auf um sich zu schützen.
Das Naturlehrgebiet in Ettiswil widmet seinen nächsten öffentlichen Anlass den Heilpflanzen. Auf einem Spaziergang durch das Naturlehrgebiet lernen wir verschiedene einheimische Pflanzen und deren Mythologie und Heilwirkung kennen. Viele der Pflanzen sind essbar, sehr gesund und sind sehr nützlich als Hausmittelchen. Marco Bobst, Feld-Botaniker und Naturheilpraktiker in Ausbildung, vermittelt uns längst vergessenes Wissen! Im Anschluss kochen wir zusammen eine Brennnesselsuppe.


Wann: Samstag, 26.08.2017
Zeit: 14- 16:30 Uhr
Treffpunkt: Turm Naturlehrgebiet
Kostenlos, ohne Anmeldung

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Agenda

Sa. 11.11.17

Arbeitseinsatz
Zusammen mit dem NAVO Ettiswil-Alberswil
Zeit: 9:00 – 13:00 Uhr


So. 15.04.18

Saisoneröffnung und Naturlabor
Stefanie Pfefferli, Betreuerin Naturlehrgebiet
Zeit: 14:00 – 17:00 Uhr


So. 27.04.18

Festival der Natur
Ein Tag für Naturinteressierte, Familien und Kinder
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr


Details unserer Veranstaltungen

 

 

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