In der Saison 2017 gab es eine neue Bestandsaufnahme der verschieden Lebensräume im Naturlehrgebiet. Die Bestimmung des Lebensraumtyps allein lässt einen ersten Schluss auf das Spektrum der Artenvielfalt an einem Standort zu. Die biologische Vielfalt verschiedener Artengruppen hängt mit der Anwesenheit bestimmter Strukturelemente in der Landschaft zusammen. Mit diesen Kartierungen lassen sich seltene und wichtige Lebensräume im Naturlehrgebiet besser Fördern und Pflegemassnamen anpassen.

Die Definition der Lebensräume erfolgt nach der bestehenden Lebensraumtypologie „Lebensräume der Schweiz" von Delarze et al. (2015), die sich in den nationalen Projekten wie dem Biodiversitätsmonitoring Schweiz und den zentralen Datenbanken von InfoFlora und InfoFauna als Standard durchgesetzt hat. Nach diesem System werden 174 Lebensraumtypen für die Schweiz unterschieden.

Biologe und Botaniker Wolfgang Bischoff erfasste im Naturlehrgebiet mit der oben beschriebenen Methode 26 verschiedene Lebensräume. Davon sind 16 % auf der Roten Liste der Lebensräume aufgeführt (verletzlich - VU 10%, stark gefährdet - EN 6 %). 27 % sind potentiell gefährdete Lebensräume (NT), 56 % der Lebensräume sind nicht gefährdet (LC). Besonders wertvoll sind im Naturlehrgebiet Gewässerlebensräume (siehe Tabelle 1,Nr. 1.1. - 1.2.2) und die Lebensräume aus dem Verband der Ufer und Feuchtgebiete.

 

Karte der Lebensräume

                                          

Code

Name wiss.  

Name deutsch

Rote Liste

Fläche (m2)

1.1.0

 

Gewässer ohne Vegetation

 

26

1.1.1

Charion

Armleuchteralgengesellschaft

EN

271

1.1.2

Potamion

Laichkrautgesellschaften

VU

61

1.1.3

Lemnion

Wasserlinsengesellschaften

VU

378

1.1.4

Nymphaeion

Schwimmblattgesellschaft

VU

326

1.2.2

Fontinalidion antipyreticae

Äschenregion (Hyporhithron)

NT

2230

2.1.2.1              

Phragmition

Stillwasser-Röhricht

VU

952

2.1.2.2

Phalaridion

Flussufer- und Landröhricht

VU

659

2.1.4

Glycerio-Sparganion

Bachröhricht

VU

10

2.2.1.1

Magnocaricion

Grossseggenried

VU

590

2.3.2

Calthion

Nährstoffreiche Feuchtwiesen(Sumpfdotterblumenwiese)

NT

117

2.3.3

Filipendulion

Feuchte Hochstaudenflur (Spierstaudenflur)

NT

489

2.4.1

Sphagnion magellanici

Offenes Hochmoor

EN

97

4.2.4

Mesobromion

Mitteleuropäischer Halbtrockenrasen

VU

486

4.5.1

Arrhenatheretum typicum

Typische Fromentalwiese

VU

265

5.1.2

Trifolion medii

Mesophiler Krautsaum

NT

4068

5.1.5

Aegopodion + Alliarion

Nährstoffreicher Krautsaum

LC

2009

5.3.3

Pruno-Rubion

Mesophiles Gebüsch

NT

5876

5.3.5

Sambuco-Salicion

Gebüschreiche Vorwaldgesellschaften

LC

4605

5.3.6

Salicion elaeagni

Auen-Weidengebüsch

EN

124

6.1.2

Salicion albae

Weichholz-Auenwald

EN

2959

6.1.4

Fraxinion

Hartholz-Auenwald

LC

10200

6.2.3

Galio-Fagenion

Waldmeister-Buchenwald

LC

13327

6.3.1

Lunario-Acerion

Ahorn-Schluchtwald

LC

1336

7.1.1

Agropyro-Rumicion

Feuchte bis nasse Ruderal- und Pionierstandorte

EN

69

7.1.2

Polygonion avicularis

Trockene Trittfluren

NT

2126

7.1.6

Dauco-Melilotion

Mesophile Ruderalflur

VU

2095

9.-2.3

 

Bauten und Anlagen

 

364

                                                                          

              

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