Unter Spezialisten kein Geheimnis, dass manche Tagfalterarten im Winter besser als zu anderen Jahreszeiten festgestellt werden können. Von einheimischen Arten wie die Zipfelfalter, Schillerfalter und Eisvögel sind im Winter die Eier oder Raupen zu finden. Eine gezielte Suche der Eier ist oft notwendig um eine Art in einem Gebiet nachzuweisen.

Foto: Gilles San Martin

Der Nierenfleck- Zipfelfalter ist ein Schmetterling, den man nur selten zu sehen bekommt, obwohl es in überall in Europa gibt. Sein Lebensraum sind vor allem die Waldgebiete. Man findet ihn aber auch an Hecken. Mit gezielter Eiersuche lässt sich die Art im Winter als Ei fast einfacher Nachweisen als in den Sommermonaten als Falter. Im letzten Jahr beobachtete ich nur ein einziges Mal ein Weichen den Nierenflecks im Naturlehrgebiet. Nun wollte ich gezielt nach den Eiern suchen um zusehen ob sich der Nierenfleck im Naturlehrgebiet reproduziert.

Nierenfelck- Zipfelfalter am 28. August 17 im NLGB.


Die auffälligen weissen Eier werden einzeln oder paarweise neben den Knospen der Futterpflanzen abgelegt. Es sind Sträucher aus der Familie der Rosengewächse, vor allem Schwarzdorn (Prunus spinosa), Zwetschge (Prunus domestica) und andere Prunus-Arten. Im Winter, wenn das Laub fehlt, sieht man seine Eier besonders gut. Sie sind schneeweiss und haben beim Betrachten mit der Lupe eine löchrige Struktur. Die Raupen schlüpfen kurz vor dem Laubaustrieb und fressen sich in die noch geschlossene Knospe hinein. Danach sitzen sie meist an der Blattunterseite und sind dort schwer zu entdecken. Wenn sie ihre volle Grösse erreicht haben, wandern sie zu Boden und verwandeln sich in der Laubstreu in eine braune Puppe mit dunklen Sprenkeln.


Ich fand bei dem genauen Absuchen verschiedener Schwarzdornbüsche im Naturlehrgebiet mehrere Eier des Nierenfleck- Zipfelfalters!

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