Lockige Haarbüschel aus Eis sind ein ganz seltenes Naturphänomen. Sie können sich nur unter ganz bestimmten meteorologischen Bedingungen bilden. Wer an einem kalten, schneelosen Tag im Winter einen Spaziergang in einem Buchen- oder Laubmischwald unternimmt, kann selten auf bizarre Gebilde an Totholz treffen. Ab und an hängen an einzelnen Ästen im Wald schneeweisse, dichte, wellig gebogene, haarfeine Fäden, die insgesamt wie wattebauschartige Büschel aussehen. Diese Gebilde werden Haareis oder Eiswolle genannt.

Haareis 19.02.18 im Naturlehrgebiet


Das Phänomen ist wissenschaftlich noch wenig erforscht. Man geht aber davon aus, dass der Bildungsprozess von einem Pilz ausgelöst wird. In den morschen Ästen am Waldboden gibt es winteraktive Pilze, welche durch den Stoffwechsel Gase produzieren. Liegt die Temperatur nur knapp unter dem Gefrierpunkt, ist im morschen Holz noch flüssiges Wasser vorhanden. Durch die Gasbildung des Pilzmyzels wird es verdrängt und dringt durch die Poren im Holz nach aussen. Hier gefriert das Wasser zu Eis. Mit der Zeit entsteht ein dünner Eisfaden. Ist die Luftfeuchtigkeit im Wald hoch, kann das Eishaar weiterwachsen, ohne dass es gleich wieder verdunstet, oder im Fachjargon zu Wasserdampf sublimiert. Meist bilden sich an den vielen Poren im Holz unzählige solcher Eishaare: Ein ganzes Haarbüschel kann sich formen.

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Die Ausstellung „Geheimnisvolle Unterwasserwelt“ und das Naturlabor haben zwischen dem 15. April und dem 1. Juli jeden Sonntagnachmittag von 14:00 -17:00 Uhr kostenlos geöffnet!


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Für die Anmeldung: www.birdlife-luzern.ch/veranstaltungen


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