Vogelgezwitscher

Im Naturlehrgebiet werden ungefähr 60 Vogelarten regelmässig beobachtet. Die Dichte an Bruten ist aussergewöhnlich hoch, was sicher der Vielfalt und Kleinräumigkeit der verschiedenen Habitattypen zuzuschreiben ist.

Maximaldichten erreichen vor allem Arten, die gerne in offener Wald- und Gebüschlandschaft vorkommen: Zaunkönig, Rotkehlchen, Amsel, Mönchsgrasmücke, Buchfink. Im Naturlehrgebiet brüten keine seltenen Arten. Trotz fehlender Raritäten hat das Gebiet ornithologisch eine hohe lokale bis regionale Bedeutung, da einige Arten hier wahrscheinlich eine Sourcepopulation haben. Das heisst, es wachsen hier mehr Jungvögel auf als Altvögel sterben, so dass Individuen abwandern und andere Gebiete besiedeln können. Zu beachten gilt auch, dass das Naturlehrgebiet für viele weitere Arten ein potentielles Rastgebiet auf dem Durchzug ist.

Nicht vorrangig sind Versuche, seltene Vogelarten anzusiedeln. Seltene Arten sind selten, weil sie spezielle Habitatsansprüche haben, für die das Naturlehrgebiet zu klein ist. Das Motto lautet daher eher:

Die Bestandesaufnahme 2011 erfolgte im vergleichbarem Rahmen wie jene im Jahre 2006. Es wurden mögliche Bruten von 33 Arten festgestellt was zwar eine Zunahme gegenüber 2006 (27 Arten) bedeutet aber auffälligerweise musste bei vielen Arten eine Abnahme der Brutpaare festgestellt werden. Es kann durchaus sein, dass die Auflichtungen der letzten Jahre eine Abnahme der Gebüsch- und Halbwald-Brüter wie Grasmücken, Amsel und Zaunkönig zur Folge hatten. Gerade so gut besteht jedoch die Möglichkeit, dass 2006 im Vergleich zu 2011 ein besseres Vogeljahr im Naturlehrgebiet war. Bei der Bestandesaufnahme 2006 wurden auf 6 Rundgängen von 27 Arten mögliche Bruten nachgewiesen. Die meisten Bestände erscheinen konstant verglichen mit früheren Aufnahmen. Seit den 80er Jahren abgenommen hat vor allem der Trauerschnäpper, wohl aufgrund des Rückgangs der Nistkästen. Besonders häufig waren 2006 die Mönchsgrasmücke und die Goldammer.

2016: Bestandesaufnahme Brutvögel im Naturlehrgebiet Buchwald
Peter Jäggi (.pdf)

2011: Bestandesaufnahme Brutvögel im Naturlehrgebiet Buchwald
Thomas Weber (.pdf)

2006: Bestandesaufnahme Brutvögel im Naturlehrgebiet Buchwald
Pius Korner (.pdf)

2001: Bestandesaufnahme Brutvögel im Naturlehrgebiet Buchwald
Pius Korner und Urs Lustenberger (.pdf)

 

Ein genaueres Bild erhielten wir natürlich mit jährlichen Bestandesaufnahmen, wofür uns aber die Kapazität fehlt. Falls Sie Freude an ornithologischer Feldarbeit haben und uns unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei uns!

Entwicklung der Brutvogelarten im Naturlehrgebiet über 40 Jahre
x: min. einmal eine Brut
*: vergleiche Bemerkungen unten
ø : durchschnittliche Anzahl Bruten pro Jahr (für Nistkastenbrüter 82-86)

 

 

72-81

82-86

87

88

89

96

01

06

11

16

Stockente

x

x

1

2

 

0-1

1-2

1

0-1

1

Mäusebussart *

x

x

1

1

1

1

1

 

 

 

Sperber

 

 

 

 

 

 

 

0-1

 

 

Turmfalke

x

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teichhuhn

x

x

 

 

 

1

 

 

1

 

Blässhuhn *

x

x

 

 

 

 

 

 

 

 

Ringeltaube

x

 

 

 

1

1

1-2

2

1-2

0-1

Türkentaube *

 

 

 

 

1

 

0-1

 

0-1

 

Kuckuck

1

1

1

1

1

1

1

 

 

 

Waldkauz

x

x

 

 

 

 

 

 

 

1

Waldohreule *

 

 

 

 

1

 

 

 

 

 

Grünspecht

 

 

 

 

 

 

 

1

0-1

1

Buntspecht

 

 

 

 

 

 

 

 

0

 

Wendehals

 

 

 

 

1

 

 

 

 

 

Baumpieper

x

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bachstelze

x

x

4

4

2

1

1

1

1-2

 

Bergstelze

 

 

 

 

1

 

 

 

1

 

Zaunkönig

x

x

 

3

2

5-7

9-10

7-11

4-6

8-10

Wasseramsel *

 

 

1

1

1

1

1

1

0-1

 

Heckenbraunelle

x

 

 

 

1

 

1-2

 

 

 

Rotkehlchen

x

 

 

1

1

5

6-9

6-10

3-5

4-5

Gartenrotschwanz

x

ø: 0.2

 

 

 

 

 

 

 

 

Hausrotschwanz

x

x

2

1

4

1

1

1

1

1-2

Wacholderdrossel

x

x

10

18

15

10-15

9

9-13

1-3

0

Amsel

x

x

6

10

14

5

11

12-15

4-5

10-12

Singdrossel

x

 

 

1

1

1-2

3-4

2

1-3

1-2

Misteldrossel

 

 

 

 

 

0-1

 

 

 

 

Gartengrasmücke

x

x

4

1

1

5-7

3-4

5-8

1-3

7-9

Mönchsgrasmücke

x

x

6

10

4

10-15

11

16-20

8-12

10-13

Dorngrasmücke

x

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sumpfrohrsänger

x

 

 

1

1

1

 

 

 

 

Teichrohrsänger

x

 

 

1

2

 

0-1

 

0-1

 

Gelbspötter

x

x

1

1

1

 

0

 

 

 

Zilpzalp

x

 

 

1

1

8-10

6-7

4-6

2-4

6

Fitis

x

 

 

1

1

2-4

0

 

 

 

Berglaubsänger

 

 

 

1

 

 

 

 

 

 

Waldlaubsänger

 

 

 

1

 

 

 

 

 

 

Wintergoldhähnchen

x

 

 

 

1

1

 

 

 

 

Sommergoldhähnchen

x

 

 

1

1

3

 

 

 

 

Grauschnäpper

x

x

3

3

5

5

2-3

5-8

1-3

4-6

Trauerschnäpper

x

ø: 4.6

8

6

5

3

1

0-1

 

1

Kohlmeise

x

ø: 14.8

22

16

19

5-7

2-3

6-8

3-6

5-7

Blaumeise

x

ø: 4.8

3

5

5

3

7-8

5-7

1-2

6

Tannenmeise

x

x

 

 

 

1

 

 

 

 

Sumpfmeise

x

ø: 1.6

1

2

1

2

 

2

1

1-2

Schwanzmeise

x

 

 

 

 

 

 

 

1

1

Kleiber

x

ø: 2

3

3

5

3

3-4

4-5

1

3

Gartenbaumläufer

 

 

 

 

1

1

1-2

 

1

2

Elster

x

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eichelhäher

 

 

 

 

 

 

 

1

1

 

Rabenkrähe

x

x

 

 

1

 

1

1

1

1-2

Star

x

x

9

3

2

3-4

6

4-5

1-2

6

Haussperling

 

x

5

1

3

 

 

 

 

 

Feldsperling *

x

x

 

 

7

0-1

 

 

 

 

Buchfink

x

x

15

17

12

12

13-14

10-15

5-8

3-5

Hänfling

 

x

1

 

1

 

 

 

 

 

Distelfink

x

x

 

6

9

5-8

1-2

2-3

1-2

2

Grünfink

x

 

 

1

1

 

0-1

 

0-1

0-1

Erlenzeisig

 

 

 

 

1

 

 

 

 

 

Girlitz

x

x

 

1

1

2-4

0

 

1-2

1-2

Rohrammer

 

 

 

 

0-1

 

 

 

 

 

Goldammer

x

x

0

1

2

3

2

4-5

2-3

1-2

 

Mäusebussard: min. seit 1986 jeweils eine Brut in Hecke nördlich NLGB. 2006: unklar.
Blässhuhn: vermutlich immer nur in der Kigro
Türkentaube: Brut vermutlich in der Kigro, ev. Teil des Revieres im angrenzenden NLGB
Waldohreule: zusätzlich eine Brut 1990 (gemeldet von L. Graber; S. Birrer, mündlich)

Wasseramsel: Bruten unter Brücke bei Sägerei (650 m rothabwärts) und alter Brücke 100 m rotaufwärts. NLGB Teil des Reviers, regelmässig anwesend.
Feldsperling: es ist unklar, wo 1989 die 7 Bruten waren (Kigro oder NLGB)

 

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