Am vergangenen Wochenende  war es soweit: Mit dem Einsetzen des Tauwetters begann die Frühjahrswanderung. Jetzt sind die frühen Amphibienarten wie Erdkröte und Grasfrosch unterwegs und haben nur noch ein Ziel: Möglichst schnell ans Laichgewässer!


Im Rahmen des Amphibiengrundkurses, welcher das Naturlehrgebiet in Zusammenarbeit mit BirdLife Luzern in der Region anbietet, besuchten wir auf unserer ersten Exkursion das Hagimoos. Das Naturschutzgebiet zwischen Maueensee und Kottwil ist ein wichtiger Eiablageort für viele hunderte und tausende Frösche und Molche. Im Jahr 2010 wurde eine Höchstzahl von 8550 wandernden Erdkröten festgestellt! Leider erschwert eine stark befahrene Hauptstrasse die zwischen des Winterquartiers und des Laichgewässers der Tiere liegt die Wanderung. Trotz des festeingebauten Leitwerkes unter der Strasse und den aufgestellten Schutzzäunen, werden jedes Jahr Tiere überfahren.

Grafik: Die Situation im Hagimoos.

Unter der Leitung vom Zugstellenbetreuer Urs Jost versammelten wir uns mit Eimer und Stirnlampen ausgerüstet am Schutzzaun. Schon nach wenigen Metern begegneten wir ersten Erdkröten und Grasfröschen am Zaun und auf der Strasse.

Wir sammelten die Tiere ein und liessen sie auf der sicheren Seite wieder frei.

Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche wurden gefunden.

Viele der Erdkröten waren als Pärchen unterwegs. Der Grössenunterschied zwischen den Geschlechtern ist deutlich zu erkennen.

Grasfrösche waren in deutlich geringerer Anzahl unterwegs als die Erdkröten. Trotzdem fielen die unterschiedlichen Färbungen der Grasfrösche auf. Hier ein fast graues Individuum.

Urs Jost erklärte die typischen Merkmale des Fadenmolch- Männchens.

Ein Bergmolch Weibchen mit einem dicken mit Eier gefüllten Bauch!

Das freilassen der geretteten Tiere auf der anderen Strassenseite.

 

Weitere Infos zu den Amphibienarten im Kanton Luzern

 

 

 

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