Weinbergschnecken sind Zwitter, das heisst, jedes Tier produziert männliche und weibliche Keimzellen. Die Schnecken können sich jedoch nicht selbst befruchten. Es kommt vielmehr zu einem Liebesspiel zwischen den zwei Tieren, bei dem beide Schnecken – Fuss an Fuss zu sehen sind.

Dazu richten sich die beiden Schnecken gemeinsam auf und treiben sich gegenseitig etwa elf Millimeter lange Liebespfeile in ihre Körper. Die sind mit einem stimulierenden Sekret bedeckt, den Paarungserfolg steigern. Gleichzeitig erfolgt die nicht immer wechselseitige Begattung. Vier bis sechs Wochen später legen die Schnecken 40 bis 60 weissliche Eier. Mit Hilfe ihres Fusses und Gehäuses graben sie eine Erdgrube und legen die Eier rein und verschliesse sie nach der Eiablage wieder. Die Jungschnecken entwickeln sich von da an selbstständig und schlüpfen nach einer rund zweiwöchigen Embryonalentwicklung mit einem Gewicht von etwa 0,1 Gramm. Sie fressen zur Kalkaufnahme ihre Eihüllen und graben sich dann an die Erdoberfläche. Ihr Schneckenhaus ist noch sehr weich und viele der Jungschnecken fallen darum Fressfeinden zum Opfer, sodass im Schnitt nur fünf von 100 Weinbergschnecken das geschlechtsreife Alter (zwei bis drei Jahre) erreichen.

Fotos: Stefanie Pfefferli

 

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