Im Moment blüht im Naturlehrgebiet überall an den Wegrändern der Giersch. Googelt man die Pflanze, werden einem als erstes Bekämpfungsmethoden und Gifte vorgeschlagen! Der unverwüstliche Giersch hat schon so manchen Gärtner zur Verzweiflung gebracht. Doch die weissen Dolden sind sehr wertvoll und locken eine Vielzahl von Insekten an:

Trauerrosenkäfer: Ihr Körper ist glänzend schwarz gefärbt und hat neben einer struppigen, weissen Behaarung viele kleine weisse Flecken auf den Deckflügeln, dem Halsschild und der Unterseite des Körpers.

Blutbienen (Wildbienen): Blutbienen gehören zu den Kuckucksbienen. Sie bauen folglich keine eigenen Nester, sondern haben sich darauf spezialisiert, fremde Nester für die Aufzucht ihrer eigenen Brut zu nutzen. Sie nutzen es aus, wenn die Nestbauerin (andere Wildbienen) gerade auf Pollensuche ist, und legen ihre Eier in die fremde Brutzelle, die schon teilweise mit Vorrat gefüllt ist.

Bienenwolf oder Bienenkäfer: Die Larven leben räuberisch in den Nestern verschiedener Wildbienen und in den Bienenstöcken der Honigbiene (daher der Artname). Die genauen Zusammenhänge der Larvalentwicklung sind bisher noch nicht genau geklärt.

Der ausgewachsene Käfer hält sich im Mai und Juni auf Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler auf und jagt hier andere Blütenbesucher. Er frisst aber auch Blütenstaub. Er bevorzugt warme und sonnige Orte, wie z. B. Waldränder, Trockenwiesen und Gärten.

Marienkäfelarve: Die Larven leben auf Pflanzen und stellen ihrer Beute (vor allem Pflanzenläusen) nach oder fressen Mehltau- oder Schimmelpilze.

Streifenwanze: Man findet die Streifenwanzen an Doldenblütlern (Apiaceae), wie etwa an Pastinaken (Pastinaca), Haarstrang (Peucedanum), Engelwurzen (Angelica), Möhren(Daucus), Giersch (Aegopodium) und Mannstreu (Eryngium). Sowohl die Nymphen, als auch die adulten Tiere sitzen meist auf ihren Nahrungspflanzen und saugen dort an den reifenden Samen. Die Imagines überwintern in trockener Bodenstreu oder in Pflanzenpolstern. 

Pinselkäfer: Die schwarze Zeichnung auf den hellgelben bis tieforangenen Flügeldecken kann sehr variieren. Der restliche Körper ist mit gelben und weissen wolligen Haaren besetzt. Dadurch sieht er einer Hummel etwas ähnlich, was ihn besser vor Fressfeinden schützt.

Auch diverse Fliegen- und Schwebfliegenarten sind gerne am Giersch.

Gefleckter Blütenbock: Die Larve lebt an den Wurzeln verschiedener Laub- und Nadelhölzer. Sie verlässt im April oder Mai das Holz und verpuppt sich in einer kleinen Erdhöhle. Von Juni bis August sind die Käfer zu finden, die sich häufig auf Blüten aufhalten.

Gefleckter Schmalbock: Man sieht die tagaktiven Tiere häufig auf Doldenblüten sitzen. Sie ernähren sich neben dem Nektar auch von den Pollen und Staubgefässen. Durch Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeldecken ist der Käfer in der Lage, zirpende Geräusche zu erzeugen.

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Anmeldung: http://www.birdlife-luzern.ch/event/skizzierkurs/info@birdlife-luzern.ch


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