Rückblick auf die öffentliche Spinnenexkursion am 31.8. im Naturlehrgebiet. Catherine Zinkernagel, Biologin und Naturpädagogin, begeisterte die vielen grossen und kleinen Besucher für die besonderen Tiere! Hier ein paar Einblicke in den spannenden Nachmittag:

Im Unterschied zu dem dreigliedrigen Körper der Insekten ist der Körper der Spinnentiere grob in zwei Teile gegliedert. Markantestes Merkmal sind ihre 8 Laufbeine, was sie ebenfalls von den Insekten unterscheidet, die lediglich 6 Beine haben. Zudem haben die meisten Spinnen 8 Augen.

Wie baut eine Gartenkreuzspinne ihr Radnetz?

 

Zum Beutefang hält sich die Veränderliche Krabbenspinne auf Blüten auf. Sie ist in der Lage, die Körperfarbe an die jeweilige Blütenfarbe anzupassen.

In dem Hochmoorbecken wurden einige Wespenspinnen entdeckt!

Die Wespenspinne war früher bei uns relativ selten. Seit ca. 30 Jahren werden sie über ganz Europa von Südwesten her immer häufiger festgestellt. Die Ursache für diese Ausbreitung ist nicht bekannt. Die Wespenspinne liebt wärmebegünstigte Standorte mit einer strukturreichen Vegetationsschicht. 

Spinnen legen ihre Eier in Kokons ab, welche je nach Art ganz unterschiedlich aussehen und unterschiedlich betreut werden. Die Wespenspinne kann mehrere Kokons produzieren, welche sie dann in der Vegetation rund um das Netz aufhängt und einige Zeit bewacht. Später wird der gut geschützte und getarnte Kokon sich selbst überlassen. 

Die Streckerspinne baut in Bodennähe oder direkt über der Wasseroberfläche kleine Radnetze mit einer offenen Nabe an Grashalmen und Pflanzenstängeln. Sie sitzt in Ruhestellung an der Unterseite von Blättern und Zweigen in langgestreckter Haltung und ist so sehr gut getarnt. 

Bis auf wenige Ausnahmen erbeuten Wolfsspinnen Insekten nicht durch Fangnetze, sondern lauern ihnen auf. Im Fangbehälter konnte die haarige Spinne gut beobachtet werden.

Wolfsspinnen betreiben Brutpflege (Bild). Der Eikokon wird von den Wolfsspinnen bei der Jagd an die Spinnwarzen geheftet, um ihn vor Feinden verteidigen zu können. 

Baldachinspinnen bei der Paarung!

Die Schilfradspinne webt ihr Radnetz zwischen stabileren Gräsern, an niedrigen Büschen und im Schilf. Am Rand des Netzes baut sie einen dicht gewobenen, meist nach unten offenen Schlupfwinkel. Dort hält sich die Spinne tagsüber bevorzugt auf; im Netz ist sie meist nur nachts zu finden. 

Schlupfwinkel der Schilfradspinne.

Mit erbeuteter Grosslibelle!

Der Klopfschirm wird zum Sammeln von Spinnen und Insekten vor allem an Sträuchern und kleineren Bäumen eingesetzt. Dabei wird der Schirm unter den entsprechenden Baum oder Strauch platziert und dann mit einem Stock oder Ähnlichem an den Ast über dem Schirm geschlagen.

Die dabei herabfallenden Tiere landen auf dem Schirm bzw. im Fanggefäss und können daraufhin eingesammelt werden.

Bestimmen und beobachten der gefundenen Tiere.

Mit 10- facher  Vergrösserung  wurden Kugelspinnnen, Herbstspinnen, Zartspinnen, Krabbenspinnen und weitere Arten angeschaut.

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Agenda

 

Sa. 14.09.19 Nature- Sketching

Ueli Bieri, Künstler

Zeit:  9:30 – 16:30 Uhr 

Anmeldung: http://www.birdlife-luzern.ch/event/skizzierkurs/info@birdlife-luzern.ch


Sa. 21.09.19   50 Jahre Naturlehrgebiet

Diverse Führungen zu unterschiedlichen Themen.

Zeit:  13:30- 14:30 Uhr & 14:30- 15:30 Uhr


Sa. 19.10.19 Beeren & Sämereien

Marco Bobst, Feldbotaniker und Phytotherapeut

Zeit: 9:30 – 11:30 Uhr


 

Do. 24.10.19   Vortrag: Vogel des Jahres 2019

Stefanie Pfefferli, Betreuerin Naturlehrgebiet Buchwald

Zeit: 18:30 – 20:00 Uhr


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